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Hohes Cholesterin: Bewertung Ihrer Gesundheitsrisiken

Ein hoher Cholesterinspiegel erhöht Ihr Risiko für eine Herzerkrankung oder einen Herzinfarkt. Er erhöht Ihr Risiko für Schlaganfälle und die arterielle Verschlusskrankheit. Ihren Cholesterinspiegel zu kennen, ist ein erster Schritt, um diese zu vermeiden. Wurde Ihnen mitgeteilt, dass Ihr Cholesterinspiegel zu hoch ist? In diesem Fall laufen Sie möglicherweise Gefahr, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Die Gefahr erhöht sich, wenn bei Ihnen weitere Risikofaktoren für eine Herzerkrankung bestehen.

Ein hoher Cholesterinspiegel kann schon früh im Leben auftreten. Er kann ein Leben lang bestehen bleiben. Er kann Ihr Risiko für Gesundheitsprobleme mit der Zeit erhöhen. Informieren Sie sich über Ihren Cholesterinspiegel und Ihre Risiken einer Herzerkrankung. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin darüber, wie Sie Ihren Cholesterinspiegel kontrollieren können.

Warum stellt hohes Cholesterin ein Problem dar?

Blutcholesterin ist eine fetthaltige Substanz. Der Körper verwendet es für den Aufbau von Teilen Ihrer Zellen. Es wird außerdem zur Produktion von Hormonen verwendet. Cholesterin wandert durch den Blutkreislauf. Es wird von den Geweben genutzt, damit sie normal funktionieren. Wenn Ihr Blutcholesterinspiegel hoch ist, bildet sich Plaque. Plaque lagert sich an den Wänden der Arterien ab. Arterien transportieren Blut vom Herzen zum Körper. Der Plaque verengt die Öffnung für den Blutfluss. Im Laufe der Zeit wird Ihr Herz möglicherweise nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt. Dies kann zu koronaren Herzkrankheiten oder einem Herzinfarkt führen. Dies kann zu einem Schlaganfall führen.

3 Schritte zum Verständnis Ihrer Risiken

Schritt 1: Lassen Sie eine Blutuntersuchung durchführen, um Ihren Cholesterinspiegel zu überprüfen

Krankenschwester, die Blut aus dem Arm des Patienten abnimmt.

Bei einem hohen Cholesterinspiegel treten keine Symptome auf. Nur durch eine Blutuntersuchung können Sie herausfinden, ob Ihr Cholesterinspiegel zu hoch ist. Lassen Sie Ihren Cholesterinspiegel ab einem Alter von 20 Jahren alle 4 bis 6 Jahre untersuchen. Lassen Sie es im Falle von anderen Risikofaktoren (siehe unten) öfter untersuchen. Für eine Untersuchung Ihres Cholesterins ist meist keine Vorbereitung nötig. Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird Sie darüber informieren, wenn Sie vor der Untersuchung nicht essen sollten. Eine Blutprobe wird entnommen und an ein Labor gesendet. Die Menge an Cholesterin und Triglyzerid in Ihrem Blut wird gemessen. Es gibt 2 Arten von Cholesterin in der Probe. Das erste ist HDL („gutes Cholesterin“). Das zweite ist LDL („schlechtes Cholesterin“). Die Ergebnisse einer Cholesterinuntersuchung werden meist als Summe der HDL- und LDL-Cholesterinwerte angegeben. Möglicherweise werden Ihnen auch die einzelnen HDL- und LDL-Werte mitgeteilt.

Der für Sie gesunde Wert von LDL hängt von Ihren Risikofaktoren ab. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin, welcher Wert für Sie optimal ist. Es ist wichtig, seinen Cholesterinwert zu kennen. Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird mit Ihnen über Ihre Ergebnisse sprechen und was sie für Ihren allgemeinen Gesundheitszustand bedeuten.

Was sind Ihre Werte?

Tragen Sie bitte in den nachstehenden Feldern Ihre Werte ein.

HDL-Cholesterin:                            LDL-Cholesterin:                          Gesamt-Cholesterin:                          Triglyzerid:                         

Hinweis

Wir wissen, dass Geschlecht ein Spektrum ist. Wir verwenden geschlechtsspezifische Begriffe, um über anatomische Gegebenheiten und gesundheitliche Risiken zu sprechen. Bitte gehen Sie mit diesen Informationen so um, wie es am besten für Sie und Ihren Arzt/Ihre Ärztin passt, wenn Sie über Ihre Versorgung sprechen.

Schritt 2: Erfahren Sie Ihre anderen Risikofaktoren für Herzerkrankungen und einen Schlaganfall

Inwiefern Ihre Cholesterinwerte Ihre Herzgesundheit beeinträchtigen, hängt von Ihren Risikofaktoren ab. Markieren Sie alle Risikofaktoren, die auf Sie zutreffen:

  • Alter. Sind Sie ein Mann im Alter von 45 Jahren oder älter oder eine Frau im Alter von 55 Jahren oder älter?

  • Blutdruck. Haben Sie Bluthochdruck? Nehmen Sie Medikamente zur Behandlung Ihres Bluthochdrucks?

  • Rauchen. Rauchen Sie oder nutzen Sie Tabakprodukte? Nutzen Sie elektronische Zigaretten oder andere nikotinhaltige Produkte? Diese verursachen Entzündungen im Körper und in den Arterien. Entzündete Arterien können vernarben oder geschädigt werden. Dies kann zu Cholesterinablagerungen führen. Die Nutzung von Tabak- oder Nikotinprodukten zu beenden kann diese Entzündung verringern. Das verringert das Risiko für Herzerkrankungen und einen Schlaganfall.

  • Diabetes. Haben Sie Diabetes? Ist Ihr Blutzuckerspiegel gut kontrolliert? Sie können Ihr Risiko einer Herzerkrankung oder eines Schlaganfalls möglicherweise senken, indem Sie Ihren LDL-Wert niedriger halten, als es für Menschen, die nicht an Diabetes leiden, empfohlen wird.

  • Körperliche Aktivität. Sind Sie nie oder nur selten körperlich aktiv? Experten raten zu mindestens 30 Minuten körperlicher Aktivität mit mittlerer Intensität an mindestens 5 Tagen pro Woche. Sie können einem höheren Risiko für einen hohen Cholesterinspiegel und Herzerkrankungen ausgesetzt sein, wenn Sie weniger Sport machen.

  • Ernährung. Sind in Ihrer Ernährung viele gesättigte Fettsäuren oder Transfette, eine hohe Menge an Cholesterin, Zucker oder Alkohol enthalten? Ihr Risiko für eine Herzerkrankung kann erhöht sein. Für Sie besteht möglicherweise ein erhöhtes Risiko, wenn Sie nicht genügend Obst, Gemüse und mageres Fleisch essen.

All die oben aufgeführten Faktoren können das Risiko für verstopfte Herz-, Hals- und Beinarterien erhöhen. Dies kann zu einer Herzerkrankung oder einem Herzinfarkt führen. Diese können zu einem Schlaganfall und einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit führen.

Zur Ermittlung Ihres Gesamtrisikos kann Ihr Arzt/Ihre Ärztin einen Risikorechner verwenden. Dieser bewertet Ihren Cholesterinspiegel und andere Risikofaktoren. Befragen Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin zu Ihrem 10-Jahres-Risiko, wenn Sie älter als 40 Jahre sind. Fragen Sie nach Ihrem Lebenszeitrisiko, wenn Sie zwischen 20 und 39 Jahren alt sind.

Ihr Arzt/Ihre Ärztin spricht möglicherweise mit Ihnen über weitere Punkte, die Ihr Risiko beeinflussen können. Diese können Ihre Behandlungsentscheidungen beeinflussen. Dazu gehören:

  • Familiäre Krankenvorgeschichte von Herzproblemen bei männlichen Verwandten unter 55 Jahren

  • Familiäre Krankenvorgeschichte von Herzproblemen bei weiblichen Verwandten unter 65 Jahren

  • Primäres hohes Cholesterin

  • Metabolisches Syndrom

  • Chronische Nierenerkrankung

  • Chronische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Schuppenflechte (Psoriasis) oder HIV/AIDS

  • Menopause unter 40 Jahren

  • Bluthochdruck während einer Schwangerschaft (Schwangerschaftsvergiftung, Präeklampsie)

  • Ethnische Herkunft (z. B. Südasien)

  • Weitere Störungen der Blutfette

Schritt 3: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin

Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird Ihnen helfen, Ihre Risiken und Behandlungsmöglichkeiten zu verstehen. Falls Ihr Cholesterinspiegel zu hoch ist, wird Ihr Arzt/Ihre Ärztin Sie darüber beraten, wie Sie ihn senken können. Die Schritte können eine Veränderung der Ernährung und mehr körperliche Aktivität umfassen. Falls Sie rauchen, sollten Sie damit aufhören. Erstellen Sie einen Plan, der gut für Sie funktioniert.

Ihr Arzt/Ihre Ärztin kann Ihre Risiken für eine Herzerkrankung oder einen Schlaganfalls bewerten. Dies kann Ihnen bei der Entscheidung helfen, ein Medikament, z. B. ein Statin, zur Senkung Ihres Cholesterinspiegels und Ihrer Risiken einzusetzen.

Falls Sie einen hohen Cholesterinspiegel aufweisen, benötigen Sie möglicherweise häufigere Blutuntersuchungen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Ihre Medikamente sowie die Änderungen Ihres Lebensstils Ihren Cholesterinspiegel senken.

In einigen Fällen benötigen Sie möglicherweise noch weitere Untersuchungen. Dazu kann eine CT-Koronarkalkmessung gehören. Bei dieser Untersuchung wird die Menge an Kalzium in den Herzkranzgefäßen gemessen. Falls sich in Ihren Arterien Kalzium ablagert, bedeutet dies, dass sich allmählich Plaque bildet. Die Ergebnisse der Untersuchung werden als Kalzium-Score angegeben. Dies kann bei der Entscheidung über den Einsatz von Cholesterin-Medikamenten, wie z. B. Statine, helfen.

Ihre Risikofaktoren, einschließlich Ihres Cholesterinspiegels, können sich im Laufe der Zeit verändern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin bei jedem Vorsorgetermin.

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